Schriften

Friedensreich Hundertwassers Arbeit folgt der Idee, dass Ästhetik und Ökologie eng miteinander verbunden sind. Dieser Ansatz war für Hundertwasser programmatisch und er hat ihn in zahlreichen Vorträgen, Texten und Manifesten vertreten.
In den 50er Jahren entwickelte er einen eigenen künstlerischen Stil, der nicht von Verstand, sondern von Imagination und Fantasie geprägt war und den er in der Theorie des „Transautomatismus" zusammenfasste. Texte dazu sind „La visibilité de la création automatique" (1956) und die „Grammatik des Sehens" (1957).

In seinen Manifesten befasst sich Hundertwasser primär mit dem Menschen in dessen direktem Umfeld, seiner Behausung. Er plädiert immer wieder für einen fantasievollen und vor allem naturnahen Baustil mit organischen Formen und ökologischer Ausrichtung.
Berühmt geworden sind u.a. sein „Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur" (1958), das Manifest „Los von Loos" (1968), in dem er sich gegen eine Architektur der Sachlichkeit im Stile seines Landsmannes Adolf Loos wendet, sowie die Manifeste „Dein Fensterrecht, deine Baumpflicht" (1972) und „Scheißkultur. Die heilige Scheiße" (1979). In letzterem plädiert er für den Gebrauch von Humustoiletten.

Hier finden Sie weitere Schriften und Manifeste von Friedensreich Hundertwasser:

Die Fensterdiktatur und das Fensterrecht

Es gibt keine Mißstände der Natur. Es gibt nur Mißstände des Menschen.